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VORPROJEKT UMGESTALTUNG INNENHOF

(Direktauftrag)

Nik Bieri, Jurek Brüggen,

in Zusammenarbeit mit Milena Eigenmann

Ziel des Gestaltungskonzeptes ist eine Umgestaltung und Aufwertung des Innenhofs sowie eine Nutzeroptimierung/Anpassung. 

Grundlage des Entwurfes ist ein Raster bestehend aus Linien, die die wichtigsten Punkte des Hofes miteinander verbinden. Diese Punkte sind die Ecken der angrenzenden Häuser, sowie des Baumes in der Mitte des Hofes.

Aus diesen Verbindungen entsteht ein Raster, welches die Form der Interventionen vorgibt. Es entsteht eine unvorhersehbare und doch einer strengen Logik folgende Gestalt. 

Die Rasterfelder werden im Folgenden unterschiedlich ausgestaltet und differenziert. Sie bilden entweder feste Bodenplatten für Weg und Fahrradständer oder Beete mit unterschiedlicher Bepflanzung. 

 

Der Weg verläuft in einem leichten Bogen, sodass die Größe des Hofes erfahrbar wird und ein repräsentatives Entrée entsteht. Die beiden Eingänge sind durch ein höher bepflanztes Beet voneinander nicht einsehbar. Der Besucher wird so entlang des Weges geführt - die Begrünung inbesondere der Baum steht im Mittelpunkt der beiden Blickachsen.

Die Bepflanzung richtet sich nach den schattigen Gegebenheiten mit dem Ziel die Qualität eines verwunschenen Waldstückes einzubringen. Die “Wildheit” des Waldes wird durch die Unterteilung in geometrische Beete gebrochen. Für Blickschutz zum Nachbarn ist die äußere Bepflanzung höher. 

Die Farben der Bepflanzung variieren für ein ganzjährig interessantes Bild entsprechend den Jahreszeiten. Der Baum soll aufgeastet werden. 

 

Die bestehende Verkleidung der Seitenwand wird durch grünspiegelndes Glas ersetzt, welches das Grün des Innenhofes in den Gang hineinzieht und schon von der Straße erahnen lässt. Die Seitenwände werden durch eine kleine Aufkantung am Boden vor Beschädigung durch Mülltonnen geschützt. 

Die Bodenplatten bestehen aus schlesischem Granit und schaffen so eine Verbindung zum Fußgängerweg. Das bekannte Material wird in “unbekannter” Form wieder aufgegriffen. Für die Beeteinfassung wird das vorhandene Kopfsteinpflaster wiederverwendet. 

Der Vorschlag beeinhaltet ein zweigeschossiges Fahrradabstellsystem um dem Bedarf gerecht zu werden. Außerdem soll das Eingangstor zur Strasse hin nach vorne versetzt und die Gegensprechanlage entprechend angepasst werden, um eine Nutzung als Raucherecke zu verhindern.

Der Durchgang, der Eingang des Hinterhofes, sowie die Fahrradständer sind von der Decke her beleuchtet. Im Hof befinden sich kleine, eingelassene Bodenspots, die den Bewohner mit diffusem Licht auch bei Dunkelheit entlang des Weges führen.  

© 2023 by Simon Blom. Erstellt mit Wix.com

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