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HAUS AM SEE - Werder (Berlin)

Jurek Brüggen

in Zusammenarbeit mit Sebastian Sailer

Auf dem höchsten Punkt der Insel Werder bei Berlin befinden sich vier Gebäude unterschiedlichster Art: Ein neogotischer Belvedere, eine Art-Deco Villa, ein Stallgebäude mit angefügter neoklassizistischer Fassade, sowie ein Bungalow aus DDR-Zeiten auf dem Nachbargrundstück (1). Um diesem Ensemble zu begegnen, erzählt das Haus am See die Geschichte eines vorgefundenen, wie schon immer dagewesenen, stil - und typologielosen Steines (2), der zu einem Haus ausgebaut wurde (3). Der Stein ist ein hohler Betonkörper in den Öffnungen hinein geschnitten wurden. Der Ausbau erfolgte im Gegensatz zum massiven Beton in Holzbauweise - dabei blieben alle Konstruktionsmaterialien sichtbar. Trennwände aus Holz unterteilen den Innenraum. Innen liegende Holzfenster schützen gegen die Witterung. Ein Holzpavillon wurde auf das Dach gesetzt. Der robuste Betonkörper trägt und schützt den leichten und flexiblen Ausbau, der den Bedürfnissen des Bewohners angepasst werden kann.

Das Haus wird je nach Jahreszeit unterschiedlich genutzt. Im Winter ziehen sich die Bewohner in das Erdgeschoss zurück - im Sommer kommen Terrasse und Pavillon hinzu - die Wohnfläche verdoppelt sich. Das Jahreszeitenkonzept ist eine Strategie für nachhaltiges Wohnen in Zeiten ausufernder Dämmvorschriften. Die sich im Winter verkleinernde Wohnfläche, spart Ressourcen, Bau - und Heizkosten. Die Abwärme des beheizten Erdgeschosses ermöglicht es den Pavillon in kalten Jahreszeiten als Wintergarten für die Pflanzen der Terrasse zu nutzen. Die Anpassung des Wohnens an die Umwelt schafft eine reale Verbindung zwischen innen und außen - anstelle abgeschotteter Energiesparhäuser. 

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